Kleidung und Stofffalten zeichnen
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Hier einige Beispiele für gezeichneten Faltenwurf in Kleidung:

Mithilfe von Beispielbildern kann man den Faltenwurf noch besser studieren um ihn
realistischer zeichnen und darstellen zu können.
Hier eine zusammengeknüllte Wolldecke:

Ein hängendes Handtuch:

Zusammengelegte Hosen:

Ein wallender Vorhang:

Ein zusammengeschobener Vorhang:

Stofffalten zeichnen
Es gibt mehrere verschiedene Arten von Falten, die sich auf Stoffen abbilden. Hier die wichtigsten Merkmale der am meisten vorkommenden Faltenarten.
Zugfalten
- Verantwortlich für die meisten Faltenmuster
- Entstehen durch direkte Zugkraft einzelner Körperteile (durch strecken der Gliedmaßen)
- Falten breiten sich strahlenförmig aus (kurze nach vorn und hinten laufende Muster)
- Entstehen nur bei Bewegungen (z.B. gehen oder strecken)
- Fixpunkte sind unter den Achseln, zwischen den Beinen und Knöpfe(Knöpfe ermöglichen Falten im Bauchbereich)


Beugefalten
- Gleiche Entstehung wie Zugfalten, nur statt strecken eben beugen der
Gliedmaßen (Arme, Ellenbogen, Beine, Knie) - Kurze nach vorn und hinten laufende Muster

Kreuzfalten
- Entstehung von Zickzack- und Fischgrätenmuster
- Bei weiten offenen Kleidungsstücken am bewegten Körper
- Entsteht durch 2 gegenläufige Faltenmuster, die sich überschneiden
(z.B. durch ziehen von 2 Seiten gleichzeitig an einem Hosenbein) - Links und rechts ausgehende Zugkräfte bewegen sich aufeinander zu,
verschränken sich und bringen typische Kreuzfalten hervor

Druckfalten
- Ähnlich wie Kreuzfalten- die Kraft wirkt von zwei entgegengesetzten Richtungen
- Falten verschränken sich ineinander und bilden Zickzackmuster,
welche aus Haupt- und Nebenfalten bestehen - Besonderheit ist der Knautscheffekt (z.B. durch Zusammendrücken
wie bei einem Akkordeon oder Zieharmonika) - Die Falten ziehen sich zusammen (Kreuzfalten ziehen sich nach außen),
so schaffen sie ein enges Rippenmuster
Fragmentfalten
- Unterbrochene Falten
- Ihr Ursprung kann mehrere Ursachen haben:
- weil Spannungskräfte z.B. nachgelassen haben - weil z.B. Kleidung
längere Zeit getragen wurde und die Fasern sich voll Schweiß, Dreck oder
Öl gesogen haben - Verunreinigungen verstärken die Muster, prägen wiederholte
Haltungen und Bewegungen in der Kleidung (so entstehen unfertige Formen
und unregelmäßige Neukombinationen) - ebenfalls ein Grund kann die Kombination
verschiedener Stoffe oder anderem Gewebe (Leder z.B.) sein
Hängefalten
- Entstehen nur bei einem bewegungslosen Körper
- Es gibt 2 unterschiedliche Arten von Hängefalten:
- gebogene Falten, die zwischen 2 Spannungspunkten durchhängen
- verläuft von 1 Ankerpunkt vertikal abwärts und reihen sich

Einschlussfalten
- Entstehen nie allein
- Sie bringen benachbarte Falten von ihrer ursprungs Bahn ab und umschließen sie
- Ihre Eigenarten: versperren, blockieren, hemmen, umgeben,
regulieren, ersticken, zusammenschließen - Einschlußfalten bilden interessante Muster und Formen

Flugfalten
- Flugfalten sind lose, ungebundene Falten mit vielen Varianten
- Sie sind eine spannende Faltenform
- Sie werden durch Luftströmung beeinflusst (Falten unter Wasser sind ähnlich,
allerdings schwerfälliger) - Die Falten haben eine verhaltene Kreisbewegung und spiralförmige Windungen
(unter Wasser bildet sich eine Vielzahl von Dreh- und Kreisbewegungen)
Passive Falten
- Sie entstehen durch liegengelassenen, zusammengeknüllten Stoff Sie
sind passiv, träge, liegende Falten, die für gewöhnlich horizontal verlaufen - Sie werden durch die Schwerkraft zusammengehalten
- Die Ablagefläche kann den Faltenwurf bestimmen
(wenn z.B. ein Stück Stoff auf eine Treppenstufe geworfen wurde,
können die Falten eckiger und vertikaler sein - Die vorangegangene Handlung bestimmt das Faltenmuster
(ob z.B. ein Taschentuch zusammengeknüllt oder die Bettdecke morgends umgeworfen wurde)

